Fithalten in Pandemiezeiten – Kreativität ist gefragt

Endlich: Wir fühlen wieder unser Element und dürfen seit Anfang Juni wieder dreimal die Woche ins Wasser springen. Die langen Monate des Wartens waren wir aber nicht untätig, sondern haben uns auf verschiedenste Weise fitgehalten und das soll hier mal kurz für die Annalen unserer Abteilung erzählt werden.
Zunächst bekamen wir nach dem erneuten Lockdown im Herbst, vor dem wir schon wieder wenigstens Hallentraining machen durften auf uns zugeschnittene Workouts zugeschickt in unsere Gruppe mit der Aufforderung, dies täglich durchzuführen.

Um unsere Motivation etwas hochzuhalten, hat unser Jürgen sogar Standbilder mit uns gemacht, um die Übungen bildhaft zu verdeutlichen. Wenn man also unserem Trainerteam eins nicht vorwerfen kann, ist es mangelnde Kommunikation. Wir wurden und werden tagtäglich mit Neuigkeiten versorgt aus unserer Abteilung. Das reichte aber wohl Jürgen, Wilfried und Martin dennoch nicht aus und so begab man sich auf Wanderschaft, schließlich wollten man sich mal aus nächster Nähe den Gesundheitszustand unserer Aktiven betrachten. Im Gepäck hatte man Zugseile, die Sven Rossa von einem großzügigen Sponsor ergattern konnte und so versorgten wir alle unsere Schwimmer mit neuem Trainingsgerät. Ein neues Gruppenbild in unserem Austauschchat ist auch ein Ergebnis dieser Aktion.

Selbst vor persönlichen Trainingseinheiten wurde nicht zurückgeschreckt, um die Effektivität des Zugseiltrainings zu optimieren. So retteten uns die Zugseile etwas über den Winter und aus einer einmaligen Wanderung wurde ein immer wiederkehrendes freitägliches Wandererlebnis des Trainerteams mit anschließendem Ausklangritus.
Dann allerdings folgte die Corona-Notbremse, die erstaunlicherweise bei uns gar nicht für einen Stillsand gesorgt hat, denn Sport draußen war abhängig von der Anzahl der Übungsleiter und dem Alter der Akteure wieder erlaubt und so trafen wir uns ein- bis zweimal die Woche auf einem Schulhof und machten Stabitraining draußen mit einer etwas ausgiebigeren Einlaufrunde. Erstaunlich, aber während der Coronazeit ist unsere Abteilung gewachsen und wir konnten immer mehr Kinder von unseren Aktivitäten begeistern.
Im Mai sanken dann die Infektionszahlen und so kam der heilige Moment im Wasser immer näher. Da wir es nicht aushalten konnten, eröffneten wir die Nach-Corona-Zeit mit einem Eventwochenende, besorgten uns kurz vorher in einer Nachtaktion mehr als 50% der E-Tickets für das Neusser Südbad und dann war es soweit. Am 29. Mai 2021 trainierten wir unsere Ausdauer bei einer vierstündigen Wanderung auf die Vollrather Höhe. Oben angekommen versorgten uns unsere Eltern mit einem leckeren Picknick und unser neuer Ausdauertrainer Martin Domgans machte ein paar kleine Laufspielchen mit uns. Am Sonntag war es dann soweit und wir genossen unser gebuchtes Zeitfenster im Freibad in Neuss. Ein wirklich unvergesslicher Moment nach so langer Zeit, wieder ins Wasser zu springen.

Kurzum: Corona und seine Auswirkungen auf den Schwimmsport unserer Abteilung dürfen gerne nie zurückkommen, aber trotzdem können wir sagen: Für uns war es eine tatsächlich auch teilweise positive Zeit und unserer Abteilung ist das passiert, was in Krisenzeiten passieren soll. Wir sind gestärkt und als neuformiertes Team aus der Pandemie herausgekommen.

Stabi 23.06.2021

Heiß wie Frittenfett

Leistungsschwimmer des TK Grevenbroich mit frischen Impulsen zurück ins Wasser

Daher sagen wir allen (Eltern, Aktiven, Förderern), die daran so tatkräftig mitgeholfen haben, ein frittenfettes Dankeschön.
(v.l.n.r.) Sven Rossa, Jürgen Helpenstein, Wilfried Reimann, Martin Domgans und Martin Meyer

(Euer Trainerteam)

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